Wind

Ich seh‘ dich auf der Brücke steh’n.
Der Wind weht dir durchs Haar.
Ich würd‘ gern‘ zu dir rübergeh’n.
Der Wind macht mich ganz starr.

Ich will, doch er, er macht mich still.
Er säuselt in mein Ohr:
„Du bleibst hier steh’n, weil ich das will!“.
Ich mache mir ‘was vor.

Ich seh‘ dich von der Brücke geh’n.
Der Wind, er schiebt dich an.
Ich wollt‘ so gerne bei dir steh’n,
so wie der Wind das kann.

von Vivien Marie Rudek

[ssba]