Wien – eine Stadt, viele Facetten

Traditionsreich, prunkvoll, bunt. Die Hauptstadt Österreichs hat vor allem für Studierende einiges zu bieten und ist eine Reise wert, die nicht immer teuer sein muss.

Um alle Highlights Wiens aufzulisten, müsste man wohl ein Buch schreiben. Daher sollen hier nur einige Höhepunkte und Insidertipps verraten werden, die einen Städtetrip zu einem abwechslungsreichen Erlebnis machen.

„Sochn de ma gsehn hobn muas“

Ob alte Gebäude im Barock-Stil oder modernste Architektur, in Wien gibt es jede Menge zu entdecken.  Neben den Klassikern wie das prunkvolle Schloss Schönbrunn, der Hofburg oder der gigantische Stephansdom, bietet auch das Museumsquartier (MQ), was  weltweit zu den zehn größten Kulturarealen zählt, eine interessante Möglichkeit den Nachmittag in Wien zu verbringen. Im Sommer kann man dort übrigens auch ganz bequem auf den Outdoor – Loungemöbeln „Enzi“ relaxen.  Gleich um die Ecke befinden sich zudem das Natur- und Kunsthistorische Museum , in denen regelmäßig die verschiedensten Ausstellungen angeboten werden. Einen Ort der Erholung verkörpert auch die Donauinsel zwischen Donau und der Neuen Donau. Hier findet zudem jährlich das Donauinselfest, das größte Open-Air- Musikfestival Europas, statt (26.-28.06.2015, Eintritt kostenlos).

„De nächste Fohrt geht rückwärts“

Strömende Menschenmengen, laute Musik und der Geruch nach Popcorn versus entspannte Spaziergänger, grüne Idylle und Blumenduft – der riesige Prater im Herzen Wiens hat beides zu bieten. Auf der einen Seite stellt vor allem die 4,5 Kilometer lange Hauptalle mit seinen angrenzenden Wiesen und Wäldern einen Ort der Erholung dar, der vor allem zum Spazieren gehen oder Fahrradfahren einlädt.
Viel bekannter ist jedoch der dort ansässige Vergnügungspark, dem „Wurstleprater“ (Eintritt frei). Hier befindet sich nicht nur das 1897 errichtete Wahrzeichen der Stadt, das Wiener Riesenrad, sondern auch  zahlreiche andere Attraktionen, wie beispielsweise die Wildalpenbahn oder Madame Tussauds. Wer Hunger bekommt, sollte das Schweizer Haus aussuchen, das für seine leckeren „Schweinestelzen vom Grill mit Erdäpfelpuffer“ bekannt ist.

„Kaffe und Sacherschnittn“

Sie darf bei einem Trip nach Wien nicht fehlen und zählt seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Die Rede ist hier von der traditionellen Kaffeehauskultur der Hauptstadt. Auf knautschigen, altertümlichen Möbeln kann man es sich hier zum Beispiel bei einem Einspänner (Kaffee im Glas mit einer Portion Sahne obendrauf) und feiner Sachertorte gemütlich machen, stundenlang verweilen und einer der dort ausliegenden Zeitungen lesen.
Diese Tradition erlebte vor allem im späten 19. und 20. Jahrhundert seine Blütezeit, als sogenannte Kaffeehausliteraten wie Arthur Schnitzler diesen Ort zu ihrem Arbeitsplatz machten. Sehr zu empfehlen sind das Café Central,  Ritter und Sperl.

„A gschmackige Reise“

Im 6. Bezirk Wiens liegt der berühmte Naschmarkt, der durch seine kulinarische Vielfalt besticht. Hier werden vor allem Waren aus der Türkei, Griechenland und Asien angeboten. Aufgrund der Anordnung  ähnlicher Geschäfte und Restaurants wird das Gefühl einer Reise durch die verschiedensten Länder erweckt. Zudem findet dort jeden Samstag der größte Flohmarkt Wiens statt, wo man die ein oder andere Antiquität ergattern kann.

„Wean in da Noch“

Das Nachtleben Wiens hat für jeden etwas zu bieten.  Die so genannten Gürtellokale in den Stadtbahnbögen sind auf dem ersten Blick nicht besonders ansehnlich. Jedoch überzeugen sie durch ihr gemütliches Ambiente, der Vielfalt an Musik und den regelmäßigen Auftritten von Live-Bands.  Zu den beliebtesten Gegenden zum Feiern zählt auch das Bermudadreieck mit einer Vielzahl von Kneipen und Bars. Für Studenten lohnt sich besonders ein Besuch im „Dick Macks“, einem urigen Pub, der durch seine rustikale Atmosphäre sowie günstige Preise besticht. Ein ganz besonderes Highlight in Wien ist allerdings das „Travelshack“.  Hier taucht man in eine ganz andere Welt ein und trifft Menschen aus aller Herren Länder.
Zu den klassischen Clubs zählen der stylische „Platzhirsch“ oder der Volksgarten. Etwas spezieller ist die „Pratersauna“, ein uriger Club, der über einen Außenbereich mit Pool verfügt. Vor allem Electro- und Technofans kommen hier auf ihre Kosten. Zudem werden im Sommer auch tagsüber entspannte Partys mit Barbecue veranstaltet.

Von Katharina Striewe

Foto: Katharina Brecht

[ssba]