Wie man einen Infekt ausknocked

Dass auch ein kleiner Infekt einen Kämpfer auf die Matte schicken kann, weiß jeder. Mit diesen Tricks schlagt ihr allerdings vorher zu und gebt der Erkältung keine Chance.

 

Die Saison ist eröffnet. Leider spreche ich nicht von einer Fight-Season, sondern von der Zeit der Erkältungen. Der Wechsel von Sommer zum Herbst schlägt jedes Jahr etwa vier Mal einen bösen rechten Haken. Klimatische Schwankungen und die damit verbundene Umstellung unseres Immunsystems begünstigen Erkältungen leider fast schon automatisch. Jeder war bereits einmal mindestens drei Tage krank und weiß wie elend diese Zeit sein kann. Dazu kommen die Abstinenz vom Training und das ständige Husten.

Umso wichtiger ist also die Stärkung unseres Immunsystems durch gezielte Nährstoffaufnahme und körperliche Vorbereitung. Die dabei zugeführten Lebensmittel sollten in jeden Trainings- und Ernährungsplan passen, um zwar präventiv, aber nicht behindernd zu wirken. Die körperliche Prävention darf das Training nicht negativ beeinflussen oder die Regenerationszeit verlängern. Wie gut, dass wir da genau die richtigen Tipps parat haben.

Vitamine, Vitamine, Vitamine

Die besten Immun-Booster waren, sind und bleiben einfach diese Mikronährstoffe! Besonders das berühmte C-Vitamin trägt zur Stärkung unseres Immunsystems bei. Normalerweise reichen 100mg täglich aus. In der Zeit von Erkältungswellen lohnt es sich aber diese Dosis auf 500mg zu erhöhen. So geht ihr definitiv auf Nummer sicher. Es gilt also verstärkt Zitrusfrüchte und Kohlsorten im Speiseplan unterzubringen. Darüber hinaus gelten Zink und Selen als starke Helfer des Immunsystems. 15mg täglich ist ein guter Wert zur erfolgreichen Krankheitsprävention. Eier, Milchprodukte, Fisch und rotes Fleisch sind gute Quellen und passen in jede Ernährungsweise von Sportlern.

Nur die Harten bleiben gesund

Das Stichwort heißt hier „Abhärtung“! Wer der Erkältung ins Gesicht lachen will, muss sich fit halten. Das bedeutet: heiß-kalte Wechselduschen und Saunagänge für eine verbesserte Durchblutung, leichte Bewegung an der frischen Luft zum Abbau von Stress und Schadstoffen, dazu viel Schlaf und eine deutliche Reduzierung bis kompletter Verzicht auf Alkohol und Nikotin für eine intakte Darmflora. Fast alle diese Punkte sind für ambitionierte Athleten selbstverständlich. Für den Rest sollte dies ebenfalls zur Normalität werden – auch jenseits der Krankheitszeiten.

Was tun, wenn ich doch krank werde?

Manchmal hilft alles nichts. Man steckt sich doch irgendwie an und liegt dann flach. Dann ist meist der erste Anlauf zu bewährten Hausmittelchen. Was damals half, hilft auch heute noch. Oder? Bei selbstgemachter Hühnersuppe und Tee-Variationen kann man jedenfalls nichts falsch machen. Heiß und scharf essen und trinken zahlt sich aus. Denn beides erhöht die innere Temperatur und nimmt dem Körper diese Aufgabe in Form von Fieber ab.

Auf Sport sollte aber definitiv verzichtet werden! Das Immunsystem benötigt sämtliche Energie- und Nährstoffreserven für den Kampf gegen den Infekt und sollte nicht durch zusätzliche Workouts belastet werden. Wer sich in Wettkampfvorbereitung befindet, sollte vorher mit seinem Arzt sprechen. Und auch wenn man sich durch Medikamente besser fühlt, trügt der Schein doch oft. Denn die Medis lindern nur die Symptome, auskurieren bleibt aber dennoch Pflicht. Erst wer zwei Tage Antibiotika und Co. abgesetzt hat und beschwerdefrei ist, sollte sich wieder langsam ans Training heranwagen. Und auch danach gilt weiterhin: Vitamine, Vitamine, Vitamine!

Von Dennis Schmitt

[ssba]