„Vaterfreuden“ – Durch Frettchen-Biss zum Familienglück

„Vaterfreuden“ ist der Titel der neuen deutschen Filmkomödie von Matthias Schweighöfer aus dem Jahr 2013. Der Film feierte am 29. Januar 2014 in München Premiere und ist seit dem 06. Februar 2014 in den Kinos zu sehen.

Bei „Vaterfreuden“ handelt es sich um eine Verfilmung des Romans „Frettsack“ von Murmel Clausen aus dem Jahr 2012.

Matthias Schweighöfer feierte zuvor schon unzählige Erfolge als Schauspieler – nach „What A Man“ und „Der Schlussmacher“ nun auch zum dritten Mal als Regisseur und Hauptfigur zugleich.

Felix hat nur wenig Glück mit den Frauen und die Hoffnung auf eine richtige Familie, so wie sie in Bilderbüchern steht, hat er auch seit Längerem schon verloren. Aus diesem Grund lässt er sich von seinem Bruder dazu verleiten, sein Erbgut an eine Samenbank zu verkaufen, damit sich wenigstens andere, kinderlose Paare ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen können.

Zu diesem Zeitpunkt ahnt Felix nicht, dass dieser Schritt seinem Leben einen neuen Sinn geben wird. Nachdem er durch einen Frettchen-Biss sterilisiert wird, ist er fest entschlossen: Er muss die Frau, die sein Kind austrägt, finden und für sich gewinnen…

Der Film beinhaltet alles, was eine deutsche Komödie heutzutage voraussetzt. Zwei Personen lernen sich kennen und nähern sich langsam einander an. Durch einen Konflikt brechen sie vorerst auseinander, um am Ende ein typisches Happy End feiern zu können. An dieser Stelle ist es durchaus angebracht zu sagen, dass sich „Vaterfreuden“ an einer nicht gerade sehr geringen Anzahl an Klischees bedient, diese aber geschickt und gut umsetzt.

Leider ist die Handlung des Films dadurch sehr vorhersehbar und bringt nicht viele Überraschungen mit sich.

In der Rolle des verplanten und liebenswerten Felix gewinnt Matthias Schweighöfer die Zuschauer jedoch schon in der Einleitung seiner neuen Komödie für sich. Doch auch die anderen Schauspieler schaffen es, dem Publikum in vielen Situationen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Während sich die erste Hälfte von „Vaterfreuden“ sehr amüsant und locker gestaltet, ist die zweite Hälfte dramatischer und widmet sich dem ernsten Thema der Familiengründung und dem Vaterwerden. So wird dem Film trotz der dominierenden lustigen Passagen ein Funken Ernsthaftigkeit verliehen. Es handelt sich sozusagen um eine 111 minütige Achterbahnfahrt der Gefühle. Und Eines ist gewiss: Diese Komödie stammt wahrlich aus den Händen von Matthias Schweighöfer.

Von Lara Sagen

[ssba]