„Sisters“ oder auch: Je oller desto doller?!

Eine amerikanische Komödie aus dem Jahr 2015, in der zwei erwachsene Schwestern in ihrem zum Verkauf stehenden Elternhaus eine chaotische Abschiedsparty feiern.

Maura und Kate sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Während Maura es eher ruhiger mag, hat es Kate schon in ihrer Jugend richtig krachen lassen. Und weil die beiden nur wenig miteinander verbindet, haben sich die beiden Mit-Vierziger, seitdem sie damals ausgezogen sind, aus den Augen verloren. Erst als das Elternhaus der beiden verkauft werden soll, treffen sie, ausgerechnet im ehemaligen Kinderzimmer, wieder aufeinander. Dort fassen sie den Entschluss sich mit einer Art „Abschiedsparty“ von ihrer alten Hütte zu verabschieden und das mit getauschten Rollen. Die biedere Maura will endlich mal die Sau raus lassen und die eigentliche wilde Kate wird die „Party-Mom“, die auf alles ein Auge haben soll. Gesagt, getan: Am Abend der Party trudeln etliche Freunde und Bekannte aus den Kindheitstagen der ungleichen Schwestern ein. Die sind zwar mittlerweile alle erwachsen, was aber nicht heißt, dass so eine „Ü-40“ Party nicht doch ganz schön eskalieren kann…

Der Film „Sisters“ ist eine US-Amerikanische Komödie aus dem Jahr 2015 und seit dem 17. Februar 2016 auch in deutschen Kinos zu sehen. Regie führte Jason Moore, der bereits für andere schrille Komödien wie zum Beispiel „Pitch Perfect“ (2012) bekannt ist. In den Hauptrollen sind Tina Fey und Amy Poehler zu sehen, die sich zwar rein optisch kein Stück ähneln, im Film aber umso besser als Schwestern miteinander harmonieren. Grund dafür könnte die tiefe Freundschaft, die die beiden Schauspielerinnen auch privat miteinander verbindet sein. Die Beziehung der beiden Schwestern wird aber eher am Rande behandelt, Hauptthema ist die Abschieds oder besser gesagt „Abrissfete“, die aus allen Rudern zu laufen droht. Der Film startet ziemlich langatmig und wird auch erst mit Beginn der Party interessant. Von der Story her ist „Sisters“ nichts anderes als das weibliche Gegenstück zu dem Film „Project X aus dem Jahr 2012, nur, dass die Partygäste hier bereits alle erwachsen sind. Der Humor liegt meist unterhalb der Gürtellinie und bleibt auch den gesamten Film lang auf demselben Niveau. Da kommt es schon mal vor, dass ein Partygast mit seinem Penis einen Penis an die Wand des Elternhauses von Maura und Kate malt. Wer auf diese Art von Humor steht, ist mit „Sisters“ gut bedient. Wer allerdings eine neue und tiefgründige Story erwartet sollte die Finger davon lassen.

Fazit: Mit Tina Fey und Amy Poehler ist zwar die perfekte Besetzung für das ungleiche Schwestern-Paar gefunden, was den Film sehr aufwertet, aber eine gute Besetzung alleine macht noch lange keinen guten Film. Für den Mädelsabend ist die Komödie „Sisters“ durchaus eine Option, fürs Kino reicht es aber nicht.

2 von 5 Sternen

Von Nicole Schweitzer

Foto: Lisa Eimermacher

[ssba]