Sinngesuch   

Hin und her und her und hin, 

Suche ich nach einem Sinn, 

Mal ja, mal nein, vielleicht auch nicht, 

Schreibe ich nun dies‘ Gedicht,

Um mir einen Reim zu machen,

Auf die ach so vagen Sachen,

Die du mir alltäglich sagst,

Und dich dabei nicht mal fragst,

Wieso? Weshalb? Warum denn auch?

Ich dein‘ Wankelmut zum Leben brauch‘.

Du bist und bleibst ein Teil von mir,

Auch wenn ich dich so oft verlier‘,

Lässt du dich nicht von mir ablösen,

Befreist so oft mich von dem Bösen,

Das mal wieder in mir lauert,

In meines Kopfes Ecke kauert,

Das oft versucht mein Herz zu fressen,

In irgendeine Form zu pressen,

Doch da bist du und scheuchst es fort,

Und bringst mich an ein‘ sichren Ort.

Der Ort der mir so sicher scheint,

Den jeder mir partout verneint,

Ist deine schützende Umarmung,

Die ich mir wünsch‘, trotz jeder Warnung,

Denn dort sind Träume Wirklichkeit,

Und Herzschmerz wird Geborgenheit,

Die lästigen Gedanken schweigen,

Meine Sinne machst du dir zu eigen,

Und alles um mich rum verstummt,

Dein Herz – es mir sein Lied vorsummt.

Ich weiß nicht, was ich fühlen soll,

Denn alles schmerzt, mein Kopf ist voll,

Mit deinen Worten – ich kann nicht mehr,

Dass ich mir Klarheit wünsche sehr,

Ordnung, Sinn und Frieden finden,

Den Geist nicht länger so zu binden,

An Dinge, die nie wirklich werden,

Trauer, Wut und Herzbeschwerden,

All das ist mein täglich Brot,

Begleitet mich ins Abendrot.

Hin und her und her und hin,

Suche ich nach einem Sinn.

Warum du mich nicht lieben kannst,

Macht es dir so große Angst?

Ein Funken und dann Widerstand,

Du drehst dich um, Gesicht zur Wand,

Ich sah ihn klar in deinen Augen,

Und würde es so gerne glauben,

Doch weiß ich schon, dass es nicht stimmt,

Dein Kopf dem Herz die Sicht schnell nimmt.

Und alles was mir nun noch bleibt,

Ist der Glaube an die Zeit,

Die Zeit, sie heilt doch alle Wunden,

Und sind sie dennoch nicht verschwunden,

So werden Narben übrig bleiben,

Die Gedanken aller Art vertreiben,

Dem Bauchgefühl erneut zu trauen,

Dem guten, feinen, bösen, schlauen,

Denn hin und her und her und hin,

Verstand macht noch am meisten Sinn.

 Von Franca Lentz

[ssba]