Sieben Kilo verlieren in zwei Tagen?

Sieben Kilo verlieren in zwei Tagen? Das geht! Dennis Schmitt hat für Interact den Selbstversuch gewagt. Und sein Urteil ist eindeutig. Doch lest selbst. 

Sie verspricht DIE Superdiät überhaupt zu sein. Rasanter Gewichtsverlust in der ersten Woche, danach etwas gemäßigter, aber nicht minder bahnbrechend. Drei Buchstaben sollen dieses Wunder wahr machen – hCG.

Die Trenddiät aus Amerika gibt es nicht erst seit gestern. Bereits in den 60ern war sie bei Stars ein echter Geheimtipp und wurde gehütet, wie der größte Schatz überhaupt. Die Hormonkur bediente sich damals noch der Einnahme per Spritze und war damit ein sowohl teurer, als auch krasser Abnehmansatz. Vor einigen Jahren schwappte der Trend auch zu uns nach Deutschland über und fand schnell Anklang.

Heutzutage wurden die hochdosierten Hormonspritzen aber gegen Tropfen oder sogenannte Globulis mit niedriger hCG-Konzentration getauscht. Hinzu kommen ein Vitaminpräparat und eine strikte Ernährungsweise.

Die Vorbereitungen

Vor einigen Wochen war ich auf einer Grillfeier eingeladen und sprach mit einem guten Freund über Gott und die Welt. Da er ziemlich ausgelassen aß, fragte ich ihn nach dem Grund und er erzählte mir von seiner Vorbereitungsphase einer neuen Diät. Ich musste doch herzlich lachen als er mir weißmachen wollte, dass ungezügelte Fresserei zu einem Diätprogramm gehören sollte. Wir sprachen eine ganze Weile über die sogenannte hCG-Diät und ich wurde neugierig.

Die nächsten Tage recherchierte ich das Ganze etwas an und setzte mir in den Kopf es einfach mal auszuprobieren. Ich hatte bis dato eine Menge Diäten, Schlankstrategien und Wunderkuren durchgeführt. Selten aber eine mit derartiger Kombination von Stoffwechselaktivität und Kalorienrestriktion – und schon recht keine mit externer Hormonzugabe.

Die Rahmenbedingungen der hCG-Diät sahen so aus:

–         Um 10 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr jeweils 4 hCG-Globulis

–         Morgens und abends 10ml eines Vitaminsupplements aus dem Reformhaus in Saftform

–         Morgens und abends eine Tablette Schwefelbinder gegen Kopfschmerzen und Zelloxidation

–         KEIN Fett

–         Sehr wenig Kohlenhydrate

–         Tägliches Wiegen

–         Insgesamt 500 kcal pro Tag

–         Mindestens 3l Wasser am Tag

–         Kein Schweinefleisch

–         Keine Süßstoffe

–         Keine Milchprodukte

–         Kein weißer Zucker

–         Ab 19 Uhr nichts mehr essen

–         Drei Mal die Woche ein Spaziergang um den Stoffwechsel anzukurbeln

–         Das Ganze geht drei Wochen, gefolgt von weiteren drei Wochen Adaptionsphase, in der die Regeln langsam gelockert werden

So, da stand ich nun und fasste mir an den Kopf was ich mir da nur wieder eingebrockt hatte. Die Medikamente waren aus dem Reformhaus und der Apotheke schnell besorgt. Fast genau 50 Euro hat alles gekostet. Das Tolle an der Diät sind die bereits erwähnten Vorbereitungstage. An diesen beginnt man bereits mit der Einnahme der Globulis zwecks Adaption und darf ALLES, und ich meine wirklich alles, essen was man will. Pizza, fetten Fisch, Pommes, sogar Schokolade. Denn sämtliche Speicher sollen noch einmal gefüllt werden und ein mentaler letzter Abschied vom geliebten Junkfood fällt somit auch leichter. Und ich möchte hier einmal betonen: das waren zwei der wunderbarsten Tage seit langem… Aber zurück zum Thema, denn es ist Sonntagabend und ab Montag wird Diät gehalten.

Der erste Tag: ein neues Kapitel des Abnehmens!

Am ersten Morgen geht es mir wirklich ganz gut. Die Fressorgie der letzten Tage hat mein Tempo in den frühen Stunden zwar etwas verlangsamt, aber rein körperlich habe ich keine Beschwerden. So steige ich auf die Waage und erschrecke mich bei der Zahl 98. Die letzten zwei Tage haben mich wirklich aufgehen lassen. 2 Kilo Zunahme! Aber ich mache ja eh Diät und so nehme ich also meinen Saft und die Schwefelpille ein. Mit den Globulis warte ich noch bis 10 Uhr, bis dahin reicht mir ein Apfel. Die Stunden gehen dahin und nach Einnahme der hCG-Hormonpillchen verspüre ich tatsächlich keinen Hunger. Auch bis 14 Uhr und zwei weiteren Einnahmezeitpunkten meldet sich noch kein Hungergefühl. Alles super.

Gegen Nachmittag dann aber doch: Magenknurren. Zeit für eine Portion in Wasser angebratenes Hähnchenbrust und einer halben Paprika. Am Abend esse ich noch etwas Gurke und zwei Scheiben Putenbrust. Gegen 22 Uhr schnell Saft und Schwefelbinder nehmen und ab ins Bett. Denn der Hunger meldet sich schon wieder leicht. Also schlafe ich ihm lieber davon.

Weiter geht es mit Teil 2 der hCG-Diät-Reportage.

Von Dennis Schmitt

[ssba]