Reisebüro 2.0

Mit kleinem Geldbeutel dem großen Fernweh entgegentreten das kann man auf so genannten Reiseschnäppchenblogs. Wie das am besten geht, zeigen die Jungs von Urlaubsguru. 

Warum sollte man als Student, Rentner oder Großfamilie mehr Geld für etwas ausgeben, was man auch günstiger bekommt – besonders in puncto Reisen? Man kennt es: Das Fernweh wird immer stärker, doch die Urlaubskasse gibt nicht viel her. Oft dauert die Suche nach der optimalen Reise Stunden und auch der Besuch im Reisebüro ist teuer und zeitaufwendig.

Reiseschnäppchenblogs suchen täglich neue Angebote und präsentieren diese auf ihrer Seite oder in sozialen Netzwerken und schaffen damit genau diese Probleme aus dem Weg.

Daniel Krahn und Daniel Marx, Gründer von Urlaubsguru.de, klopfen dafür zusammen mit ihrem Team namhafte Reiseseiten ab, um ihren Lesern günstige Urlaubsangebote anzubieten. Und sie listen alle versteckten Kosten auf. „Dabei entsteht sogar so etwas wie ein interner Wettkampf“, verrät Daniel Krahn: „Wer findet den besseren Deal, zum besseren Preis?“

Da viele der Angebote an einen bestimmten Zeitraum und Abflughafen gebunden sind, erfordern sie ein gewisses Maß an Flexibilität der Kunden. Auf Urlaubsguru.de ist es deshalb möglich eine individuelle Anfrage zu stellen. Im sogenannten Reisebüro 2.0 sucht das Team daraufhin den Traumurlaub zum Bestpreis heraus.

Reisen mit knappem Budget? Daniel Krahn hat einige Tipps parat. Um Geld zu sparen, rät er: „Man sollte sich nicht auf ein Hotel und ein Reiseziel beschränken. Der typische Mallorca-Urlauber würde vielleicht nicht unbedingt nach Gambia fliegen, aber auch dort gibt es Ecken, die mindestens genauso schön sind, wie die Buchten auf der Lieblingsinsel der Deutschen.“

Zudem sei es ratsam seinen Mietwagen bei einem lokalen Anbieter zu mieten, denn bei einem deutschen Händler zahle man auch den deutschen Preis. Dies gelte ebenso für die Hotelbuchung. „Viele Leser buchen allein den Flug und schauen vor Ort nach einem Hotel, auch da gibt es das ein oder andere Schnäppchen zu holen.“

Fernweh beschreibt Daniel Krahn wie folgt: „Gerade in hektischen Zeiten sehnt man sich an einen Ort, an dem man seine Probleme hinter sich lassen und abschalten kann.“ In Zukunft solle das ganze sogar noch schneller gehen, denn immer mehr Leser buchen ihre Reise per Handy. „Das ist für uns der Markt von morgen. Und solange die Leute Lust haben viel von der Welt zu sehen und dafür wenig zu zahlen, wird dieser Markt bestehen.“

Von Regina Kirchmeier

Foto: Stella Rohrwasser

[ssba]