Mit Hijab gegen Stereotype– schwangere Muslimin rappt für den Femininismus

Am 27. März 2017 fand der erste „Muslims Women´s Day“ statt. Muslimische Frauen aus aller Weltprotestierten auf der Straße. Die schwangere Mona Haydar sah in dem Gedenktag den perfekten Zeitpunkt, um ihr Musikvideo „Hijabi (Wrap my Hijap)“ auf YouTube hochzuladen. Das Netz reagiert daraufhin mit 2.503.066 Aufrufen.

„You only see Oriental“ rappt Mona Haydar, während sie ihren Babybauch streichelt. In ihrem Song verarbeitet die Syrerin die üblichen Fragen und Aussagen, welche ihr im Alltag begegnen.

Mit Zitaten wie „What that hair look like. Bet that hair look nice. Don’t that make you sweat? Don’t that feel too tight? Yo what yo hair look like?“, macht sie darauf aufmerksam, wie stark sie auf ihre Kopfbedeckung reduziert wird.
Auf diese Weise jemanden anzusprechen, zeugt nicht von Toleranz und Respekt. Umso spannender, dass solche Sprüche zum Teil von Kopftuchgegnern kommen, welche sich gegen die Unterdrückung von Frauen aussprechen.

Dass das Kopftuch nichts mit Bevormundung zu tun haben muss, es sogar etwas Aktivistisches haben kann, zeigt die 28- Jährige.
Mit ihrem Song möchte sie ein Zeichen für Liebe und das Zusammenleben setzen, sagte dem BBC Arabic in einem Interview. Ihr wäre es wichtig, dass keine Frau für selbstverständlich genommen wird – dabei sei es egal, ob sie ein Kopftuch trägt oder nicht.

Von Karthiga Manivannan

[ssba]