Macht Arbeit krank?

Frustration, Gleichgültigkeit, Alltagsangst: Burnout. Nicht wenige behaupten es wäre DIE neue Modekrankheit. Doch was ist eigentlich Burnout? Interact ist der Sache mal auf den Grund gegangen.

 

Erwerbstätige in Deutschland leiden immer häufiger an Burnout. Innerhalb der letzten zehn Jahre nahmen die Fehltage um das 18-fache zu. Das geht aus einer Studie des BKK-Bundesverbands hervor. Ein Grund sind die gestiegenen Anforderungen im Arbeitsalltag. Diplom-Psychologe John G. Coughlan hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt. „Arbeit an sich macht nicht krank. Arbeitsbedingungen können aber krank machen“

Es gibt viele Anzeichen, die auf das Burnout-Syndrom hinweisen. Gleichgültigkeit und Ausgebrandtsein sind nur zwei der auftretenden Symptome. „Wenn Menschen unter größeren Stress geraten, können sie mit Lethargie, mit psychosomatischen Beschwerden, mit Depressionen und alles was dazu gehört an Symptomatik reagieren“, berichtet Coughlan weiter.

Dabei muss es erst gar nicht so weit kommen. Nur einige wenige Dinge müssen beachtet werden. „Es hängt ein bisschen von der Gestaltung des Arbeitsplatzes ab, von der Kommunikation zwischen den verschiedenen hierarchischen Ebenen und auch untereinander auf eine hierarchische Ebene. Das sind ganz wesentliche Bedingungen, dass man eine gesunde Kommunikation im Betrieb hat.“

Unabhängig vom Einkommen und der verführerisch wirkenden Karriereleiter sollte eines klar sein: Gesundheit geht vor!

Von Maria Kurth und Jessica Preuss

Foto: Lara Sagen

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