„Ich habe meinen Horizont erweitert“ 

Eric Blache (23) ist wie viele andere Erstsemester Studenten noch Neuling an der Hochschule Hannover. Im Interview erzählt er, wie er in den Einführungswochen seines Journalistik-Studiums zurechtgekommen ist, was ihm an der Hochschule gefällt und wie er sich das Leben als Student so vorgestellt hat. 

Schaue einmal zurück in die Zeit nach dem Schulabschluss – was hast du vom Leben als Student erwartet? 

Ich habe mir das Studentenleben auf jeden Fall so vorgestellt, wie man es aus amerikanischen College-Filmen kennt (lacht). Nicht ganz vielleicht, aber auf jeden Fall umfangreicher und intensiver als die Schulzeit. Generell hat man als Schüler ja noch wenige Vorstellungen von der „Welt da draußen“. Zumindest ging es mir so. Außerdem kennt man ja dieses Klischee der auf WG-Partys geschwollen daherredenden Studenten, die sich selbst viel zu ernst nehmen. Dieses Klischee kann ich auf jeden Fall teilweise bestätigen (lacht). 

 

Haben sich deine Erwartungen ansonsten erfüllt? 

Die meisten schon. Man ist im Studium relativ frei in der Gestaltung seiner Zeit und muss selbst entscheiden, wie viel Anstrengung man in welche Aufgaben investiert. Das kann Fluch und Segen sein, mit diesen Freiheiten muss man erst einmal lernen umzugehen. Ich habe in den ersten Wochen auch die unterschiedlichsten Leute kennengelernt. Das macht sicherlich einen Großteil des Studentenlebens aus – seinen Horizont zu erweitern. Klingt sehr klischeehaft, stimmt aber. 

 

Wie gut hast du dich inzwischen in Hannover eingelebt? 

Wirklich gut habe ich mich hier noch nicht einleben können. Ich bin noch häufig in der Heimat und wohne auch nicht gerade in der Stadtmitte, weshalb ich relativ selten in Hannover selbst unterwegs bin. Was die Hochschule angeht, habe ich mich aber schon ganz gut eingelebt.  Nachdem die doch überraschend anstrengende Anfangsphase überstanden war, hat sich alles etwas eingependelt.  

 

Was gefällt dir an der HsH und was eher nicht? 

Erst einmal das Positive: Natürlich ist das praxisbezogene Arbeiten ein unfassbar großer Vorteil der Hochschule. Es wird auch Wissenschaftliches vermittelt – das gehört beim Studium immerhin dazu – aber ich bin durch den hohen Praxisanteil bereits im Studium nah an der Berufsrealität dran. Hier an der HsH bietet sich für mich ein Sandkasten zum Ausprobieren. Es kann später also eigentlich nicht passieren, dass man nach dem Studium auf dem Arbeitsmarkt steht und sich denkt: Was? So läuft das hier?! Um auch etwas Negatives zu sagen, erwähne ich mal die eher mäßig gute Organisation an der Hochschule Hannover. Aber die ist sicherlich kein Geheimnis und hat so manchen Ersti in den letzten Wochen genervt.

 

Foto und Text von Marisa Dziuk

 

 

 

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