EM-Check Gruppe F: Portugal, Österreich, Island und Ungarn

Mit Portugal und Österreich treffen zwei starke Mannschaften auf zwei eher schwache Teams.

Portugal: In dieser Gruppe ist der Einzug ins Achtelfinale für die portugiesische Nationalmannschaft fast schon gesichert. Mit seinem erfahrenen Team mit Pepe und Superstar Christiano Ronaldo (beide bei Real Madrid), der Spiele auch mal im Alleingang entscheiden kann, kann sich Trainer Fernando Santos mit seiner Mannschaft sogar Chancen auf den EM-Titel ausrechnen. Der junge dynamische Spieler und Bayern Neuzugang Renato Sanches soll zum ersten Mal bei einem großen Turnier das portugiesische Mittelfeld stärken. In der Qualifikation hat die Mannschaft nach einem anfänglichen Patzer gegen Albanien alle 7 weiteren Spiele gewonnen. Sollte das Team in die KO-Phase kommen, warten dort wahrscheinlich einige der härtesten Gegner dieser Europameisterschaft, wie zum Beispiel Belgien.

Österreich: Durch die erfolgreiche EM-Qualifikation ohne Niederlage können sich die Österreicher in Gruppe F als Favorit hinter Portugal einordnen. Die Stärken liegen vor allem im sehr guten Mittelfeld mit David Alaba (FC Bayern), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen) und Marko Arnautovic (Stoke City). Der Topstürmer Marc Janko (7 EM-Quali Tore) vom FC Basel darf aber nicht fehlen, weil es im Kader keine vergleichbare Alternative zu ihm gibt. An Erfahrung fehlt es den Österreichern aber, da sie sich zuvor noch nie für eine EM-Endrunde qualifiziert haben und 2008 nur als Gastgeber dabei waren. Zudem sollte sich kein Spieler verletzen oder ausfallen, weil die Mannschaft als starkes Kollektiv auftritt.

Island: Nach der knapp verpassten Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien haben sich die Isländer bei der EM 2016 die erste Teilnahme an einem internationalen Turnier gesichert. Sie zogen als Gruppenzweiter vor der Türkei in die EM-Endrunde ein und ließen auch die Niederlande hinter sich. Mit Gylfi Sigurdsson (Swansea City) als Topscorer des Teams bisher und einer kompakten Mannschaft haben sie sich in der Qualifikation gut präsentiert. Die isländische Nationalmannschaft verfügt aber über keine Erfahrung und es fehlt dem Team an Weltklassespielern.

Ungarn: Nach dem Einzug in die EM-Endrunde als Gruppendritter ist Ungarn eher ein Außenseiter und kann sich nicht allzu große Chancen gegen Portugal und Österreich ausrechnen. Gegen Island ist alles offen, aber der Kader von Ungarns deutschem Nationalcoach Bernd Storck hat zu wenig Qualität. Die Hoffnungen liegen bei Laszlo Kleinheisler, der im Moment beim SV Werder Bremen spielt. Er überraschte mit seinem 1:0 Siegtreffer gegen Norwegen. Fast jeder Angriff läuft über den Kapitän Balazs Dzsudzsak (Bursaspor), der auf einer der beiden Außenpositionen eingesetzt wird.

Gruppentabelle F
Tipp:

  1. Portugal
  2. Österreich
  3. Island
  4. Ungarn

Von Jan Jüttner und Marie Röthlingshöfer

Foto: Lara Sagen

[ssba]