Generation Copy & Paste

Wissen“ digital. Strg+C und Strg+V gehört für viele Studenten ins persönliche Schreibtool für wissenschaftliches Arbeiten. Das Prinzip Copy & Paste ist schnell verstanden. So kann es leicht auf Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten angewendet werden. Nicht zu vergessen: Die Promotionsarbeit, der Klassiker.

Circa 79% der Studenten haben bereits plagiiert. Diesen Wert ergab eine Studie im Auftrag des Zeit Campus Magazins. Doch was genau ist ein Plagiat? „Von einem Autor abzuschreiben ist Plagiat, von mehreren abzuschreiben ist Forschung“, so der Dramatiker und Unternehmer Wilson Mizner. Immer mehr Studenten bangen, um das Durchkommen und Bestehen, wenn es um das Thema wissenschaftliche Arbeiten geht. Theoretisch kann ein Plagiat schnell entstehen, trotz scheinbar sauberes und gewissenhaftes Arbeiten. Quellenangabe versehentlich vergessen und schon ist der Ruf als Plagiator gesichert.

 Inzwischen statten sich vermehrt Hochschulen mit einer Plagiat-Software aus, um dem Plagiieren entgegen zu wirken. Doch wie können sich Studenten wappnen und ihrer Arbeit selbst einem Check unterziehen? Kann die Frage nach dem versehentlichem Plagiieren nur durch den Dozenten–Check geklärt werden und was taugt eine Plagiat-Software?

Viele Fragen, doch nur wenige klare Antworten. Im Web finden sich bereits zahlreiche Plagiat-Anwendungen, die leicht und teils kostenlos genutzt werden können. Eine Überprüfung der eigenen Arbeit erfolgt binnen Sekunden. 1:1 Plagiate werden schnell und verlässlich erkannt. Die Software-Lösungen für Zuhause sind allerdings noch nicht ausgereift, sodass Fälle die außerhalb der offensichtlichen 1:1 Plagiate nicht erkannt werden. Veränderte Textpassagen und Synonyme gelten als Key für die Lücke im Programm. Für Studierende heißt es hier: mind the gap. Dass die Software keine Schummelei aufdeckt, ist kein Garant für eine Arbeit ohne Plagiat. Denn der Dozenten-Check ist weitaus aufwendiger, als der kostenlose Sekunden-Check. Teure Software oder Suchmaschinen wie Google sind Unterstützer für Hochschulen. Suchmaschinen finden verschachtelte Sätze oder Sätze mit Synonymen leichter, als die Plagiat-Programme für Zuhause. Zudem kommen immer mehr Synonymprogramme auf dem Markt, die die Aufdeckung von Plagiaten intensivieren. Ein hun­dert­pro­zen­tiges Absichern durch Software-Produkte gibt es aktuell für Studenten nicht; nur Tools die oberflächlich zur Hilfe dienen können. Der beste Tipp: Stetige Selbst –und Nachkontrolle der eigenen Arbeit.

Für alle Fälle könnt Ihr mit folgenden Anwendungen einen Check Eurer Arbeiten durchführen.

Turnitin Software

Copyscape

Urkund Plagiarism Software

Von Loreen Abedi

 

[ssba]