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Perspektivenwechsel 1, Perspektivenwechsel 2

Zu Besuch in der Flüchtlingsunterkunft Lehrte/Nordstraße

Ein Interview mit dem somalischen Flüchtling Stefan.

Es begann mit einem Brand. 2010 musste das ehemalige Flüchtlingsheim in der Nordstraße in Lehrte abgerissen werden. Fünf Jahre später wurden auf dem gleichen Grundstück vier neue Wohngebäude errichtet. Auch das nächste große Malheur ließ nicht lange auf sich warten: Bei einem Unwetter kam es zu einem verheerenden Wasserschaden. Die Eröffnung, der neuen Flüchtlingsunterkunft verzögerte sich dadurch um zwei Monate. In der Zwischenzeit wurden die Geflüchteten in Sporthallen beherbergt.

Neben der Unterkunft in der Nordstraße gibt es derzeit noch ein weiteres Flüchtlingsheim in Lehrte. Dieses soll allerdings demnächst geschlossen und mit dem in der Nordstraße verbunden werden.

Hier leben derzeit ca. 62 Bewohner. Dort sind neben Flüchtlingen auch Obdachlose untergebracht. Die Bewohner kommen aus Krisengebieten wie dem Irak, dem Sudan, Somalia und Pakistan. In den Wohnungen, die entweder von Einzelpersonen oder Familien bewohnt werden, gibt es jeweils ein Bad und eine Kochnische.

Wir haben mit Stefan, einem Flüchtling aus Somalia gesprochen. Gemeinsam mit seiner Frau wohnt der 29-Jährige seit 18 Monaten in der Nordstraße. Im Dezember erwarten die beiden ihr erstes Kind. Das Paar freut sich auf einen Sohn.

In seiner Heimat hat Stefan Journalismus studiert. Allerdings konnte er wegen der Situation in Somalia nicht lange als Journalist arbeiten. Denn als Journalist lebt man in Kriegsgebieten in großer Gefahr. Deshalb absolvierte er zusätzlich eine Ausbildung als Automechaniker.

Für seine Zukunft wünscht sich Stefan, dass er eines Tages auch in Deutschland als Journalist arbeiten kann. Dafür besucht er einen Sprach- und Integrationskurs. Momentan ist die kleine Familie auf der Suche nach einer eigenen Wohnung. Denn eins steht fest: Sie möchten in Deutschland wohnen bleiben und sich ein neues Leben aufbauen.

Von Lisa Eimermacher, Nicole Schweitzer und Lennart Kühl

Perspektivenwechsel 1

Mitgefühl statt Mitleid – Obdachlosen Menschen mit Menschlichkeit begegnen

Mitgefühl statt Mitleid – Obdachlosen Menschen mit Menschlichkeit begegnen

Der Friseur Joshua Coombes (29) arbeitet in London und hat vor knapp zwei Jahren die Aktion #DoSomethingForNothing ins Leben gerufen. Er schneidet obdachlosen Menschen die Haare, um ihnen ein Stück Würde zurückzugeben.

Von Alem

Instagram Seite von Joshua Coombes: https://www.instagram.com/joshuacoombes/

Screenshot: Weisbecker