2 Kilo in 24 Stunden

Modediät oder vielversprechende Abspeck-Alternative? Ernährungs-Kolumnist Dennis Schmitt hat für InterAct die 24-Stunden-Diät ausprobiert.

Es ist oft die kleine Schicht Bauchfett, die besonders Männer in den Wahnsinn treibt. Diese letzten 2 Kilo stehen zwischen Bauchbaustelle und Sixpack. Auch wenn es für einen Sportler eher auf die Leistung ankommt, als auf die Optik – jeder will ein Sixpack!

Als ich von der 24-Stunden-Diät hörte, wurde ich natürlich hellhörig. „2 Kilo in 24 Stunden verlieren“. Davon sollen ganze 500 Gramm reines Fett sein und so gut wie kein Muskelverlust. Klingt erst mal unglaublich -nach etwas überlegen, dann „nur noch“ nach harter Arbeit.

Wie funktioniert die 24-Stunden-Diät?

Erfunden hat diese Blitzformel der hamburger Diplom-Ökotrophologe Achim Sam. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michael Hamm ging er der Frage nach der schnellstmöglichen Fettverbrennung nach.

Sam geht hier von einem strikten  Ernährungskonzept und einem harten Ausdauertraining aus.

Empfohlen wird die Diät am Wochenende durchzuführen.

Freitag heftig auspowern, Samstag leichte körperliche Bewegung, Sonntag entspannen. Das ganze durch eine kohlenhydratreduzierte und proteinbetonte Ernährung ergänzen, die 1200 Kalorien als Obergrenze festsetzt, und das war´s.

Soviel zur Theorie…

Tag 1 – Ausdauer-Action

Es ist Freitagnachmittag. Ich komme nach Hause und habe Hunger. Beim Gang zur Küche fällt mir dann ein: „Ach ja, du wolltest ja diese Diät ausprobieren“. Kein Problem, das Buch über die 24-Stunden-Diät verrät mir schnell was ich zu tun habe. Heute erst mal die Kohlenhydratspeicher durch Ausdauertraining entleeren. Vier Optionen werden mir geboten: Laufen, Radfahren, Crosstrainer oder Schwimmen. Da ich einen Crosstrainer im Keller habe, ist die Entscheidung schnell gefällt.

Sportsachen an und rauf da. Das Programm der 24-Stunden-Diät sieht für die erste Ausdauereinheit ein Intervalltraining vor. Mit leichtem Übermut wähle ich die Variante „sehr gut trainiert“ und soll nun 75 Minuten auf dem Crosstrainer schwitzen. 15 Minuten lockeres Aufwärmen, 5 Minuten Anpassung auf die Trainingsintensität, 40 Minuten ein Wechsel aus 5 Minuten volle Power und 2 Minuten entspannt treten und letztendlich 15 Minuten Abwärmen.

Eines vorweg: das ist verdammt hartes Training! Schwitzend und schwer atmend steige ich am Ende von meinem Folterinstrument und freue mich, dass ich es durchgehalten und laut Pulsuhr fast 900 Kalorien verbrannt habe. Als Belohnung gibt es nach dieser Hammer-Einheit eine heiße Dusche und endlich etwas zu essen. Aus den über 70 Rezepten, die das Buch mitbringt, wähle ich den Feldsalat mit Putenbrust. Danach kann ich endlich ins Bett. Selten habe ich so tief geschlafen…

Tag 2 und das große Endergebnis des Selbstversuches von Dennis Schmitt gibt es im nächsten Teil…

Von Dennis Schmitt

Bild: Dennis Schmitt

[ssba]